
Psychotherapie
Was ist das?
Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren. Sie geht davon aus, dass Körper und Seele eine Einheit sind. Krankheiten, Symptome oder Leidenszustände sind demnach entweder Ursache oder Ausdruck von seelischem Ungleichgewicht. Besonders bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen drückt sich seelisches Leid häufig in Verhaltensauffälligkeiten oder körperlichen Symptomen aus.
Brauche ich eine Psychotherapie?
Eine Therapie zu beginnen hat unterschiedliche Gründe. Falls Sie sich die Frage stellen, zeigt das einen Leidensdruck, den Wunsch etwas zu verändern und Ihre grundsätzliche Bereitschaft sich dabei unterstützen zu lassen.
Methode
Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) zählt zu dem Cluster der psychoanalytisch psychodynamischen Psychotherapie. Das therapeutisch begleitete Erleben von Imaginationen (inneren Bildern und Szenen) steht im Vordergrund. Unbewusste Themen werden auf symbolische Weise spürbar und erlebbar. Es werden auf phantasievolle Weise seelische Kraftquellen (Ressourcen) aktiviert und Konfliktlösungen können gefunden werden. Das anschließende Gestalten ist ein wesentlicher Teil, der eine weitere Sichtweise ermöglicht.
Quelle: Patientinnen/Patienten-Information über die in Österreich anerkannten
psychotherapeutischen Methoden Stand vom 04.12.2014
Kunsttherapie
Was ist das?
Die kunsttherapeutische Arbeit fördert die schöpferischen und stärkenden Anteile des Menschen. Das Material der bildenden Kunst, dient dem Ausdruck der Innenwelt, dem körperlich, sinnlichen Erleben und der Erweiterung von Handlungskompetenzen. Dabei tauchen Gefühle auf, dürfen sein und werden wahrgenommen. So ist das entstehende Bild der äußere Spiegel von inneren Prozessen.
Es sind keine künstlerischen Vorkenntnisse notwendig.
Methode
Der schöpferische Prozess und seine Wahrnehmung stehen im Vordergrund der therapeutischen Arbeit. Es braucht einen Spiegel im Außen. Zwischen Bildprozess und Lebensprozess besteht eine Verbindung. So wie im Leben permanent Entscheidungen getroffen werden müssen, werden diese auch im Bild getroffen. So wie die Veränderung im Bild stattfindet - im außen, findet sie zeitgleich im Inneren statt. So ist das entstehende Bild der äußere Spiegel von inneren Prozessen.
Meine Haltung als Kunsttherapeutin
Ich nehme eine offene, wertfreie und achtsame Haltung ein, stelle einen geschützten Raum zu Verfügung und hole Sie dort ab wo Sie gerade stehen. Ich arbeite ressourcenorientiert, stärkend und vertraue auf die Selbstheilungskräfte, die in Ihnen vorhanden sind und sich entfalten möchten. Das innere Thema zeigt sich, in welcher Form auch immer, ob in einer Gestaltung am Papier, in einer Bewegung, einer Geschichte oder in einem Objekt. Ich begleite den Prozess und unterstütze Sie bei der Umsetzung Ihrer eigenen Ideen. Die Beziehung steht immer im Vordergrund.
Lehrtherapie
Ich biete Lehrtherapie an der Wiener Schule für Kunsttherapie an

Kinder und Jugendliche
Braucht mein Kind eine Psychotherapie?
Besonders bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen drückt sich psychisches Leid häufig in Verhaltensauffälligkeiten, körperlichen Symptomen oder schulischen Problemen aus.
Manchmal zeigen sich ernstzunehmende Symptome, die alterstypische Krisen übersteigen und das Familiensystem belasten.
Siehe ÖBVP-Informationsfolder
Was ist das?
In der Kinderpsychotherapie nimmt das therapeutische Spiel eine zentrale Rolle ein. Kinder verarbeiten ihre Emotionen gern im Spiel, im kreativen Gestalten und in Phantasiereisen.
Ich arbeite gerne mit Kindern. Es ist immer wieder berührend zu sehen, wie positive Veränderungsprozesse stattfinden. Zuversicht und Entspannung kann erlebt werden, mutig kann neues ausprobiert werden, eigene Grenzen werden wahrgenommen und können klar gesetzt werden. Manche PatientInnen beschreiben sich leicht und unbeschwert zu fühlen, andere erleben es befreiend Themen laut auszusprechen, die sie belasten.
Begleitende Elterngespäche
Regelmäßige Elterngespräche begleitend zur Therapie sind ein wichtiger Teil der Kindertherapie. Bei Kindern werden die Therapieziele gemeinsam mit Ihnen erarbeitet. Bitte haben Sie Verständnis, dass die therapeutische Sitzung mit Ihrem Kind nur ohne Ihr Beisein möglich ist. Falls Sie warten möchten, haben Sie die Möglichkeit sich im Warteraum oder im nahegelegenen Park aufzuhalten.

„Es ist schön einmal nichts tun zu müssen, es ist immer so viel los.“
Lara, 11 Jahre

Hundgestützte Psychotherapie
Was ist das?
„Die Fähigkeit des Hundes, mit Menschen zu interagieren, eröffnet dem Psychotherapeuten die Möglichkeit, ein therapeutisches Setting zu gestalten, in dem tiefe Beziehungsmuster des Patienten sichtbar und bearbeitbar werden. Den theoretischen Hintergrund bilden die moderne Säuglings- und Bindungsforschung sowie Embodiment, Triangulierung und Mentalisierung."
(Gerd Ganser, 2017)
Hunde als Co-Therapeuten
In meinem Praxisalltag werde ich öfters von meinen Therapiehunden Coco und Sina unterstützt. In meiner langjährigen Erfahrung mit Hunden erlebte ich oft deren positive Wirkung auf soziale Interaktionen. Beispielsweise die unvermittelte, beruhigende und entängstigende Anwesenheit ermöglicht den meisten Kindern und Jugendlichen lieber in die Therapie zu kommen und von sich zu erzählen. Eine Begegnung, die heilsam sein kann, da keine Erwartungen und Beurteilungen stattfinden.
KONTAKT
Praxis für Psychotherapie
und Kunsttherapie
Kolschitzkygasse 15/1,
Hochparterre
1040 Wien
+43 650 917 67 66
praxis@lioba-fichtinger.at
FOLGE AUF INSTAGRAM